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Anschrift: "Atelier"
Kontakt:
2020 Teilnahme an der #FBM2020 - die Frankfurter Buchmesse digital alles so wie im vergangenen Jahr - aber auf Distanz!
2019 "Wildcard" für einen Stand auf der Buchmesse mit den "Printcards" Vorstand im "Frankfurter Verein zur Förderung von Radierung und Steindruck e.V."
Freie Arbeit und Illustration
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Meine Arbeit
Die Lithographie ist der rote Faden, der sich durch meine künstlerische Arbeit zieht. Mit Technik und Geschichte
habe ich mich im Laufe der Jahre auch theoretisch intensiv befasst. Solche Informationen fügte ich ein in das
Erfahrungsbild, das ich mir seit meiner Kindheit in praktischer Arbeit mit den Steinen aufgebaut habe. Dieses in-
formelle Lernen entwickelte sich fort durch meine Fragen an die anderen Druckkünstler im Atelier von Walter
Hanusch und durch das sinnliche Erleben in der Umsetzung von Antworten, die ich erhielt. Handgriffe und be-
nötigte Routinen sind längst Teil meines Ausdrucksinstrumentariums geworden. Wenn ich in der Litho-Werkstatt
der Gutenbergschule inzwischen selbst fachliches Wissen zu den Techniken der Radierung und der Lithographie
weitergebe, dann versuche ich denjenigen, die in die für sie neue Materie eintauchen wollen, über solches
Wissen hinaus auch etwas von der Sinnlichkeit dieser Materie zu vermitteln. Die Zeit, die ich dafür haben konnte,
fehlt im Unterricht von Schule. Trotzdem versuche ich einen Eindruck davon, wie „Drucken“ sich anfühlt, zu
vermitteln. Wie ein Abenteuer nämlich, wie HAP Grieshaber sagte.
So beginne ich einen Text zur Technik der Lithographie, der 2011 in einer Festschrift zum 40-jährigen Bestehen der Senefelder-Stiftung in Offenbach erschien . Die Werkstatt von Walter Hanusch ist seit fast 40 Jahren fester Teil meines Lebens, jedoch nur an einem Tag in der Woche. Ansonsten arbeite ich in einem Atelier in Niederursel, das ich mit zwei weiteren Künstlerinnen teile. Margot Hochberger ist Malerin, Stavroula Papadopoulou Keramikerin. Und mein Schwerpunkt liegt eben im „Abenteuer“ der Radierung, des Steindrucks und der Zeichnung.
Inhaltlich befasse ich mich mit Landschaft, vor allem mit Übergängen: Stadtränder, Blicke in Höhlen hinein oder aus ihnen heraus, Innenräume, die äußere Orte sind und zugleich innere, in die man sich zurückziehen kann oder aus denen man entkommen muss. Oft geht es um Durchblicke, was sich technisch z.B. ausdrückt, indem ich sehr große, dunkle Steinbilder auf leichtes Pergamentpapier drucke, diese Drucke auch übermale, überzeichne, kollagiere. Bei meinen Radierungen und Lithographieren spiele ich auch mit den Übergängen zwischen den Techniken und Materialien: Keine zwei dieser Abzüge sind gleich, und doch sind sie Serie aus denselben Formen. Es geht mir (im Zeitalter technischer Reproduzierbarkeit...) nicht um die Vervielfältigung einer Arbeit, sondern darum, Versatzstücke zu individualisieren.
Illustration ist ein weiteres Gebiet, das mir wichtig ist, wenn auch auf andere Weise. Hier ist es der Alltag in allen Details, der mich inspiriert und den ich notizbuchartig in kleinen Bildern zu den unterschiedlichsten Themenbereichen festhalte. Dies findet teils im Auftrag statt (z.B. für den Bereich Schulbuch oder zu Anlässen von unterschiedlichen Firmen), teils auch einfach als fortlaufende eigene Dokumentation kleiner Situationen, die ich in Miniatur-Radierungen oder in Postkarten für den Inkognito-Verlag umsetze.
Sehr gerne habe ich immer, bereits in meiner Zeit in England, Kurse gegeben. Dies war privat, an verschiedenen Schulen im Lehrauftrag, in der Kunstwerkstatt Königstein für Jugendliche und für Erwachsene, auf der Bühne des Hessencenters für alle, die mitmachen wollten. Inzwischen ist diese Arbeit konzentriert auf die Gutenbergschule in Frankfurt, an der ich das Glück habe, das zu unterrichten, was ich in meiner freien Arbeit mache: Ich leite dort an der Fachoberschule für Gestaltung die künstlerische Druckwerkstatt und unterrichte Zeichnen, Illustration und Visuelle Kommunikation.